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Burg Neuhaus Spornburg

Die Spornburg und Ihre typischen Merkmale:

Es gibt verschiedene Typbezeichnungen von Burgen neben der Spornburg die sehr oft an abfallenden Hängen gebaut wurde gibt es die Fliehburg, Gipfelburg, Höhenburg, Niederungsburg, Ringwall, Wallburg und die Hangburg. Die Burganlage der Burg Neuhaus steht auf einem sogenannten Bergsporn. Ein Bergsporn zeichnet sich aus, dass er meist zu zwei oder mehr Seiten abfallende Hänge aufweist und zu einer oder mehreren Seiten offenes Gelände aufweist. Die Lage der Burg Neuhaus wurde von den Herren Hohenlohe Brauneck wegen eben diesem Bergsporn gewählt, da man von hier weit das Taubertal hinunter Richtung Bad Mergentheim schauen kann und auch weit nach oben Richtung Markelsheim / Elpersheim und zu den Wachtürmen von Weikersheim. Der Blick in Richtung Harthausen war auch möglich und früher konnte man vom Bergfried, dem höchsten Turm der Burganlage, in Richtung Buchen Odenwald schauen. Durch die Lage auf dem Bergsporn mußte die Burg nur einen Angriff größerer Truppen aus der Richtung Spessartblick fürchten. In dieser Richtung liegen auch die Bergerhebungen Kitzberg, Katzenberg, Eselberg und dazwischen das Waldstück des Roggenberg. In diese Richtung steht auf der Burganlage auch typisch für Spornburgen der Bergfried, von dem man einen guten Überblick über das freie Feld und auf eben diese Erhebungen hatte. Nach vorne fällt das Gelände steil ab und Angreifer bzw größere Truppenaufmärsche hätten von dieser Seite keine Chance zum Angriff. Die Burganlage der Burg Neuhaus wurde auch mit einem Burggraben geschützt. Der Burggraben war vermutlich nicht als Wassergraben ausgeführt und auch nicht mit Wasser gefüllt, da es auf dem Bergsporn keine Quellen gab. Das heutige Haupttor war in früheren Zeit nicht das Eingangsportal der Burg. Dieses befand sich auf der gegenüberliegenden Seite der Burg Richtung Bad Mergentheim, von wo noch heute ein Weg zur Burg führt. Die Lage der Burg Neuhaus (329,00 Meter über NN) am Rande des Taubertals bot von seiner Aussichtslage Vorteile aber hinsichtlich der Wasserversorgung Nachteile und Vorteile gegenüber anderen Standorten an dieser Stelle. Da auf dem gesamten Bergrücken keine oder nur geringe Wasserquellen vorhanden waren, mußte man einen Brunnen graben. Diesen Brunnen hätte man mit Sicherheit viel tiefer graben müssen, wenn die Burg auf dem Kitzberg (341,6 mtr), auf dem Eselberg (371,7 mtr) oder dem Katzenberg (373,5 mtr) gebaut worden wäre. Und man hätte somit knapp 50 Meter tiefer, also 170 Meter tief den Brunnen graben müssen, was zur damaligen Zeit noch fast unmöglich war. Zur Bauzeit der Burg im 12. / 13. Jahrundert war der Bau von Tiefbrunnen mit über 100 Meter noch nicht möglich. Der Brunnen hier war zu seiner Bauzeit ca. 120 Meter tief.  Und erst im 14. Jahrhundert begannen die mittelalterlichen Brunnenbauer über 50 Meter bis 80 Meter tiefe Brunnen zu bauen. Also stimmt die Aussage, dass erst Hoch- und Deutschmeister Walter von Cronberg, nach dem Bauernaufstand (1525) die Burg wieder aufbauen lies und den Brunnen gebaut hat, da es nun technisch möglich war einen Brunnen mit über 100 Meter zu bauen. Die Tiefe des Brunnens auf die Sole des Grundwassers in ca. 120 Meter Tiefe, war entscheidend für eine unabhängige Wasserversorgung bei einer Belagerung. Ein Brunnenseil hätte bei unserem Brunnen in der Burg Neuhaus einen Länge von mindestens 68 Klaftern (ca. 120 mtr) gehabt. Mit dem Umfang des Rades zum Hochziehen des Holztroges sicherlich 70 bis 75 Klafter Länge gehabt. Die Bauherren Hohenlohe-Brauneck waren sich dieser vielen positiven Punkte für den Standort der Burg an dieser Stelle bewußt und auch die Kelten, haben diesen Bergsporn schon besiedelt. Durch archäologische Luftbildaufnahmen wurde ein Wall aus der Keltenzeit entdeckt, der dieses belegt. Parallelen zur Burg Neuhaus findet man in der Burg Krautheim, die genauso wie die Burg Neuhaus auf einem Bergsporn in 330 Meter Höhe im Jahre 1213 in der Stauferzeit gebaut wurde. Auch hier wurde ein Wall entdeckt wie ihn typischerweise Kelten und Allemannen bauen. Dies zeigt uns, dass Bergsporne eine beliebter Siedlungsplatz zu jeder Geschichtsepoche waren und hier durch einen Wall man sich leichter vor Feinden schützen konnte als auf freier Fläche. Ob die Höhe der beiden Burgen mit 330 Metern zufällig ist oder ob Keltische Kultstätten als Siedlungsvorlage dienten und ob andere Burgen evtl. die ehemalige Ketterburg in Bad Mergentheim auch auf diesem Niveau gebaut wurden müßte man nachprüfen.




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